FANDOM


Die Innere Bestie, auch bekannt als das Innere Biest ist ein Aspekt der Seele eines jeden Wesens, das eine solche besitzt. Dies gilt gleichermaßen für Dämonen als auch für Sterbliche.


Form und DarstellungBearbeiten

Obgleich viele intelligente Lebensformen das nur zu gerne leugnen würden, ist die Grenze zwischen gebildetem Humanoid und Tier oder Monster doch recht fließend. Diese Ähnlichkeiten werden durch das Innere Biest eines Lebewesens hervorgehoben. Es repräsentiert die Nähe zu Natur und zur tierischen Psyche, steht für spontane Impulse und Emotionen wie Wut, Angst, Freude oder Kampfeslust, für einfache Bedürfnisse und Instinkte wie Hunger, Schlaf oder Fortpflanzung und sexuelle Begierde. Damit steht es gewissermaßen im Konflikt zu sozialen Werten wie Rationalität, Moral, Pflichtbewusstsein oder Strategie.

Die Stärke der Inneren Bestie innerhalb eines Wesens hängt von verschiedenen Faktoren ab und bildet sich im Laufe der Zeit heraus. Im frühen Leben ist es noch recht stark, wird aber meist graduell durch den Vorgang der Erziehung abgebaut. Natürlich kann man auch wählen, diese sozialen Restriktionen abzulegen oder ihnen gar nie begegnen, weshalb das Innere Biest oft bei sozialen Außenseitern oder Wilden besonders stark ist. Auch die Nähe zur Natur kann hierbei hilfreich sein, wer sich oft in der Nähe von Tieren aufhält oder in gefährlichen Wäldern überleben muss, lernt, sich auf seine Instinkte zu verlassen. Schließlich hat auch die biologische Natur des Wesens zusätzlich zu ihrem sozialen Aufwachsen einen Effekt. Ein Wissenschaftler, Magier oder Stratege, der sich auf seinen Verstand verlassen muss, hat vielleicht ein sehr schwaches Inneres Biest, ein durchschnittlicher Städter ein recht geringes, ein eher brachiales und tierähnliches Wesen wie ein Minotaurus schon eher ein recht starkes Biest und bei Tieren und Monstern ist die Innere Bestie natürlich maximal ausgeprägt.

Die Innere Bestie repräsentiert ebenfalls den "Ursprung" oder die "natürliche Neigung" eines Wesens. Unterschiedliche Faktoren wie seine Elementare Struktur oder Geburts-Affinität und natürlich seine erblichen Charakteristiken haben ebenfalls einen Einfluss auf solche Eigenschaften. Dennoch sind einige Personen eben von Natur aus etwas mehr manipulativ, feige, stolz usw., als andere. Diese Eigenschaften werden oft selbst bestimmten Tieren zugesprochen, was dazu führt, dass das Innere Biest bei vielen Leuten als eine ganz bestimmte Form von Tier angesehen wird. Starke Anführerfiguren beispielsweise gelten oft als Löwen oder Adler. Welche Form das eigene Innere Biest genau annimmt kann man mittels eines Totems herausfinden, aber der Prozess schaut nicht wirklich "in die eigene Seele", denn wer und wie eine Person wirklich ist, bleibt eine existenzielle Frage, die selbst Magie nicht beantworten kann. Auch ist es fragwürdig, ob die spezielle Gestalt der Inneren Bestie mehr ist als nur menschlicher Symbolismus.

Schließlich sollte noch klar gemacht werden, dass das Innere Biest nicht für das Böse in einem Wesen steht. Ihm zu folgen kann manchmal zu Situationen führen, in denen man gegen moralische Standards verstößt, aber dies sind lediglich Konflikte zwischen "gut" und "hoffentlich richtig". Das Innere Biest denkt nicht und macht keine bewussten moralischen Entscheidungen. Es ist eine vollkommen neutrale Sache, die die Lektionen Mutter Naturs reflektiert. Auch ist es keine schizophrene Alternativpersönlichkeit eines Wesens, das es zum Bösen verleiten will, sondern ein Teil seines Selbst, das es mehr oder weniger unter Kontrolle haben. Man kann sich teilweise für oder gegen das Innere Biest entscheiden, oder auch für eine Mittellösung, aber es ist auf jeden Fall notwendig, denn ohne es wären alle Lebewesen schlicht inkomplett und überlebensunfähig.

EffektBearbeiten

Ein Wesen hat nur bedingt eine Wahl, wie stark das eigene Biest ist oder in welcher Form es sich besonders äußert, aber es hat die Wahl, die Innere Bestie anzunehmen oder dagegen anzukämpfen. Keines von beiden ist unbedingt die Optimallösung. Die Innere Bestie, wie so viele Dinge, ist ein zweischneidiges Schwert.

Ein schwaches Inneres Biest ist vorteilhaft, um rationale Entscheidungen zu treffen und Ähnliches, während ein starkes Inneres Biest eher Entscheidungen durch Instinkte und Gefühle fällen kann. Letztendlich ist aber nicht die Größe der Inneren Bestie relevant, sondern die Kontrolle über sie. Die Innere Bestie kann wachsen, wenn man ihr freien Zugang gewährt und schwächer werden, wenn man sie oft wegsperrt. Aber selbst ein Wesen mit einem starken Inneren Biest kann rational handeln und konzentriert vorgehen, wenn es seine Instinkte unter Kontrolle hat, statt sie zu verleugnen oder sich ihnen gänzlich hinzugeben. Mit genügend Willenskraft lässt sich das eigene Tier durchaus lenken oder zumindest wegsperren, beispielsweise durch Training in Selbstkontrolle. Ganz auf es zu verzichten ist nicht möglich, und sich ihm ganz hinzugeben ist keine gute Idee. Dennoch gibt es Leute, die von ihrem Inneren Biest kontrolliert zu sein scheinen, weil ihr Wille ihm nicht ausreichend Widerstand leisten kann oder will. Für gewöhnliche Personen ist dies jedoch nicht allzu schwer und äußert sich normalerweise höchstens in spontanen Emotionsausbrüchen, insbesondere Rage. Allerdings haben diese auch nur ein recht geringes Inneres Biest. Kreaturen mit stärkerer Innerer Bestie (siehe Sonderfälle) fühlen sich jedoch oft wortwörtlich von ihren Instinkten und ihrem Hunger versklavt. Je stärker das Innere Biest, desto schwerer ist es zu kontrollieren. Viele Personen versuchen daher stattdessen, sich irgendwie mit ihm zu arrangieren oder im Einklang mit ihm zu leben, aber eine völlige Balance zwischen Rationalität und Instinkten ist schwierig zu erreichen. Eine effektive, aber schwierige Wahl ist es, das Innere Biest zu akzeptieren und sich seiner Vorteile zu bedienen, es gelegentlich zufriedenzustellen, aber letztendlich unter Kontrolle zu haben, wenn es nötig ist.

Wie bereits gesagt steigen Emotionen, Impulse und Instinkte mit der Präsenz der Inneren Bestie. Solche Dinge können vorteilhaft und lebensrettend sein, insbesondere Zorn und Furcht, aber sich komplett darauf zu verlassen ist ebenfalls nicht immer gut. Wenn man nicht in der Lage ist, seine Rage im Kampf zu lenken, so nützt einem zusätzliche Energie nicht viel, wenn man sie unabsichtlich gegen seine Verbündeten wendet oder den Kopf nicht klar genug behalten kann, um die richtige Technik zu verwenden oder tödlichen Attacken zu entgehen. Raserei und emotionaler Rausch sollten also mit Vorsicht genutzt werden, aber es ist nicht schlecht, ihre Vorteile zu erkennen, wenn man denn stark genug ist, sie richtig einzusetzen.

Neben der Schlachten-Wut oder einem guten Gefühl für Gefahr erlaubt die allgemeine Stärkung der eigenen Instinkte durch das Innere Biest eine höhere Fähigkeit der Einschätzung von Situationen und Gefahren (manchmal fast schon eine Art übernatürlicher Wahrnehmung) sowie schnellere Handlungsfähigkeit. Besonders unter denen, die ihre Verbindung mit dem Inneren Tier auch durch die Natur haben, sind schärfere Sinne und die Fähigkeit, in der Natur zu überleben, ebenfalls Vorteile. Während man nicht direkt mit ihnen sprechen kann, ist ein sehr direktes Verständnis von Tieren, oder zumindest bestimmter Arten, die der eigenen Bestie ähneln, ebenfalls möglich.

SonderfälleBearbeiten

Durch eine Kombination von Faktoren unterschiedlicher Art haben bestimmte Lebensformen ein stärkeres Inneres Biest, als man es normalerweise erwarten würde oder ernsthaft durch Willenskraft kontrollieren könnte. Dazu zählen viele Semi-Intelligente, in der Tat ist es oft einer der Gründe, warum ihre Spezies etwas "primitiv" ist. Ein besonders extremer Fall sind jedoch Vampire, Werwölfe und Naga sowie einige ähnliche Kreaturen. Nicht nur verfügen diese oft von Natur aus über Eigenschaften, die eher tierisch als menschlich sind. Sie haben außerdem einen sehr starken Hunger nach einer für sie lebenswichtigen, aber schwer erreichbaren Kraftquelle. Bei den Schlangenmenschen wird durch steigenden Wahnsinn ihre Selbstkontrolle nur noch weiter aus der Balance gebracht. Diese Wesenheiten haben oft große Schwierigkeiten, gegen die Bedürfnisse und Zwänge ihres Inneren Biests anzukämpfen und manche geben dies sogar gänzlich auf. Diese Art von Kreaturen müssen ständig darauf achten, nicht außer Kontrolle zu geraten und in eine ungelenkte Raserei zu verfallen oder Ähnliches. Mit Willenskraft allein ist dies nur schwer zu erreichen, aber es gibt Methoden, das Problem zu beheben. So kann man beispielsweise einen beruhigenden Talisman tragen oder via Gedankenveränderungsmagie die Impulse ausschalten oder unterdrücken. Statt das Innere Biest zu bekämpfen ist es auch eine häufige Taktik, sich ihm teilweise hinzugeben, aber stark an einem Teil des eigenen Verstandes festzuhalten, um eine Art "intelligentes Tier" zu werden.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki